Siebzig Jahre, vier Generationen, ein Grundgedanke

Der Name kommt aus Guttenbrunn im heutigen Rumänien. Dorthin ist das Unternehmen 2012 zurückgekehrt — ein Kreis, der sich selten so buchstäblich schließt.

Maximilian Müller-Guttenbrunn, vierte Generation der Eigentümerfamilie
© Agentur und Punkt / Müller-Guttenbrunn Gruppe

Zeitleiste

Die Stationen

Angaben nach der Unternehmenschronik der Müller-Guttenbrunn Gruppe.

  1. 1879

    Der Name kommt nach Österreich

    Adam Müller-Guttenbrunn verlässt Guttenbrunn im Banat, um als Schriftsteller und Direktor an der Wiener Volksoper zu arbeiten. Österreich wird zur neuen Heimat der Familie.

  2. 1954

    Gründung in Waidhofen an der Ybbs

    Ing. Herbert Müller-Guttenbrunn gründet eine Eisenhandlung. Der Betrieb lebt zunächst vom Handel, nicht von der Verarbeitung.

  3. ab 1960

    Umzug nach Amstetten

    Das Unternehmen verlegt seinen Sitz an die Industriestraße in Amstetten — bis heute die Zentrale und der Ort der ersten Verarbeitungsstufe.

  4. 2. Generation

    Herbert und Dietrich übernehmen

    Die Söhne führen den Betrieb durch die Jahre der stärksten Erweiterung. Aus dem Handel wird ein Verarbeiter.

  5. ab 1990

    Nach Mittel- und Südosteuropa

    Mit der Öffnung des Ostens entstehen Gesellschaften in Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die Gruppe beginnt, entlang der Donau zu denken.

  6. Kematen/Ybbs

    Die NE-Aufbereitung entsteht

    Für die Nichteisenmetalle wird ein eigener Standort aufgebaut. Damit beginnt die Trennung über den Shredder hinaus — der Kern der heutigen Recyclingtiefe.

  7. 2004

    Kunststoffrecycling startet

    Als Joint Venture unter dem Namen MBA Polymers Austria entsteht die Anlage, die aus Elektroschrott wieder sortenreine Kunststoffe gewinnt.

  8. 2006

    Dritte Generation

    KR Herbert Müller-Guttenbrunn zieht sich zurück, Mag. Ing. Christian Müller-Guttenbrunn übernimmt die Führung der Gruppe.

  9. 2012

    Zurück zu den Wurzeln

    In Frumușeni bei Arad, wenige Kilometer von Guttenbrunn entfernt, geht ein neues Recyclingwerk in Betrieb.

  10. 2017

    MGG Polymers wird ganz übernommen

    Die Gruppe kauft die Anteile der Partner und führt das Kunststoffwerk in Kematen seither allein weiter.

  11. 2025

    Entsorgungen Unger in Loosdorf

    Mit der Übernahme kommt ein weiterer niederösterreichischer Standort dazu.

  12. heute

    Vierte Generation

    Mit Maximilian Müller-Guttenbrunn arbeitet die vierte Generation im Unternehmen. Der Grundgedanke ist derselbe geblieben: nicht entsorgen, sondern trennen.

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Herkunft

Warum der Name doppelt ist

Guttenbrunn — rumänisch Zăbrani — liegt im Banat, rund 30 Kilometer östlich von Arad.

Adam Müller, geboren 1852 in Guttenbrunn, stellte den Namen seines Geburtsortes an seinen eigenen an, als er als Schriftsteller nach Wien ging. Die Familie blieb in Österreich, der Name behielt die Herkunft.

Als die Gruppe 2012 in Frumușeni ein Werk eröffnete, lag es wenige Kilometer vom Ursprungsort entfernt. Das war kein Marketingeinfall, sondern eine Standortentscheidung — die Region hatte den Bedarf und die Anbindung. Dass sie zufällig dorthin führte, wo der Name herkommt, ist der Teil der Geschichte, den man sich nicht ausdenken kann.

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