Photovoltaik-Recycling: die Welle kommt erst

Österreichs installierte PV-Leistung ist zwischen 2010 und 2023 um fast 6.500 Prozent gewachsen. Diese Module haben eine Lebensdauer — und danach eine Adresse.

Aufbau

Woraus ein Photovoltaikmodul besteht

Fast drei Viertel des Gewichts sind Glas. Genau dort liegt auch die größte technische Herausforderung: Das Glas muss in höchster Reinheit zurückgewonnen werden, damit es idealerweise wieder in der PV-Produktion eingesetzt werden kann.

  • Glas 73 %
  • Kunststoff 12 %
  • Aluminium 10 %
  • Silizium 3 %
  • Weitere Metalle 2 %

Zusammensetzung nach Angaben der Müller-Guttenbrunn Gruppe; je nach Modultyp und Baujahr abweichend.

Warum jetzt

Der Zubau von gestern ist der Abfallstrom von morgen

Photovoltaikmodule halten je nach Bauart zwei bis drei Jahrzehnte. Was in den 2010er-Jahren montiert wurde, kommt in den kommenden Jahren zurück — und zwar in einer Größenordnung, für die es bisher kaum Verwertungswege gibt.

98,5 MWp

installierte PV-Leistung in Österreich im Jahr 2010

6.395 MWp

installierte PV-Leistung in Österreich im Jahr 2023

6.500 %

Steigerung in nur dreizehn Jahren

1.500 MWp

erwarteter Neuzubau allein im Jahr 2025 (obere Schätzung)

Rechner

Was in Ihrer Modulcharge steckt

Geben Sie die Anzahl der Module ein — der Rechner zeigt Leistung und Materialanteile.

Stück

Module bitte unbeschädigt anliefern — gebrochenes Glas verschlechtert die Rückgewinnung erheblich.

  1. Masse gesamt t
  2. Ungefähre installierte Leistung kWp
  3. Glas kg
  4. Kunststoff kg
  5. Aluminium (Rahmen) kg
  6. Silizium kg
  7. Weitere Metalle kg

Rechengrundlage
  • Zusammensetzung nach Angaben der MGG: 73 % Glas, 12 % Kunststoff, 10 % Aluminium, 3 % Silizium, 2 % weitere Metalle.
  • Annahme Masse je Modul: 20 kg.
  • Annahme Leistung je Modul: 400 Wp.
  • Verwertung zertifiziert nach CENELEC, direkt am Standort Amstetten.

Masse und Leistung je Modul schwanken je nach Typ und Baujahr erheblich. Für eine verbindliche Kalkulation nennen Sie uns bitte Hersteller und Modultyp.

Funktionierende Module vor der Verwertung prüfen lassen? Zum Wiederverwendungs-Ansatz

Unser Weg

Zertifiziert, und trotzdem noch nicht fertig

Zertifiziert nach CENELEC, verfügbar direkt am Standort Amstetten.

Wir haben eine funktionierende Recyclinglösung für PV-Module etabliert — das ist in Österreich bisher die Ausnahme. Unser Entwicklungsteam arbeitet daran, die einzelnen Bestandteile noch besser voneinander zu trennen.

Die Königsdisziplin ist das Glas: Es macht fast drei Viertel des Moduls aus, und nur in hoher Reinheit ist es für die PV-Produktion wieder brauchbar. Alles darunter ist ein Downgrade — technisch möglich, aber nicht das Ziel.

Parallel arbeiten wir mit dem Startup 2ndcycle an einem anderen Ansatz: Module, die noch funktionieren, sollen gar nicht erst zerlegt werden. Vollautomatische Prüfungen auf Laborniveau entscheiden, ob ein Modul ein zweites Leben bekommt. Wiederverwendung schlägt Recycling — das gilt hier genauso wie überall.

Reden wir über Ihr Material.

Ob Sie anliefern, einkaufen oder eine Entsorgungslösung für ein ganzes Werk brauchen — schreiben Sie uns, was Sie haben. Antwort in der Regel am selben Werktag.

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